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Keine Verpflichtung von Ärzten in Universitätskliniken zu Abtreibungen

Senkung der Abtreibungszahlen durch lebensfreundliche Familienpolitik erforderlich

Die Ökologisch-Demokratische Partei / Familie und Umwelt (ÖDP) lehnt eine Verpflichtung von Ärzten an Universitätskliniken auf die Durchführung von Abtreibungen ab. Die Staatssekretärin am im Landessozialministerium Bärbl Mielich (Bündnis 90 / Die Grünen) wollte eine solche Verpflichtung prüfen lassen, weil es dem Land an jungen Ärzten mangele, die zu einem Schwangerschaftsabbruch bereit sind. Glücklicherweise wurde sie mittlerweile sowohl von Ministerpräsident Kretschmann als auch aus den Reihen der Union hierfür stark kritisiert, so dass sie mit ihren Plänen wieder zurückrudern musste. Dieser Kritik schließt sich die ÖDP in Baden-Württemberg an.

"Mit ihrer Aussage, dass Schwangerschaftsabbrüche zur Arbeit der Ärzte dazugehören, irrt die Sozialministerin gewaltig“, so die erste stellvertretende Landesvorsitzende der ÖDP Baden-Württemberg, Monika Diez. "Genau das Gegenteil ist der Fall: Der Hippokratische Eid verbietet Ärzten die Abtreibung. Die Aufgabe von Ärzten ist es, Leben zu erhalten, nicht zu töten." Außerdem verstoße das Ansinnen der Staatssekretärin gegen Artikel 9 der Europäischen Menschenrechtskonvention, der Gewissensfreiheit festschreibt. Statt die Zahl der abtreibenden Ärzte zu erhöhen, solle die Landesregierung lieber für eine lebensfreundliche Familienpolitik sorgen. "Familienpolitik muss das Ja zum Kind erleichtern“, so Diez. Dazu gehöre die bessere Honorierung elterlicher Familienarbeit ebenso wie umfassende Beratung sowie Hilfe und Unterstützung im Konfliktfall. So lasse sich die Zahl der Abtreibungen senken.


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